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ESPI on site: Jessica Hische vereint Nerds durch Typographie

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hische typo12 02Foto: Paul Woods

Als Schlussrednerin auf der diesjährigen TYPO erzählt uns die charmante Jessica Hische, wie sie zur Illustratorin, Schriftzeichnerin (engl. Letterer), verrückten Katzenfrau und heimlichen Webdesignerin wurde. 

Es startete alles mit einem Nebenprojekt: Um ihrer Leidenschaft fürs „Lettering“ zu frönen, begann Jessica im September 2009 jeden Tag einen Buchstaben zu zeichnen, mit dem Ziel, irgendwann zwölf vollständige Alphabete fertig zu haben. Daily Drop Cap, so der Name des Projektes und der Webseite, wurde schnell zum Erfolg – und zum Katalysator ihrer Karriere. Von hier an wurde aus Jessica das „Drop Cap Girl“.

Ihre Neigung zum „Procrastiworking“ ließ sie im Anschluss noch zwölf weitere Nebenprojekte ins Leben rufen. Die bekanntesten, neben Daily Drop Cap, sind mom, this is how twitter works und should I work for free?. Das Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Verlobten, don’t fear the internet, erklärt die Grundlagen von HTML/CSS. Es soll Kreative wie sie selbst darin bestärken, neue Werkzeuge zu verwenden, um Ideen selbst realisieren zu können. Diese Einstellung inspiriert, motiviert und wird durch Jessicas Aufruf „erschafft Dinge, von denen ihr wünscht, sie würden existieren“ bestärkt.

Neben den zahlreichen Online-Projekten hat Jessica Hische ihr Können auch im Print-Bereich bewiesen. Die Buchtitelserie für Barnes & Noble Classics ist ein Paradebeispiel für Lettering. Darüber hinaus gestaltete sie bereits eine Briefmarke und kürzlich ein Poster für die Band „Florence and the Machine“. Ihr unglaublich umfangreiches Portfolio brachte Jessica zuletzt auch ihren absoluten Traumjob ein: die Titelgrafiken für Wes Andersons neuen Film „Moonrise Kingdom“.

Nachdem sie uns abschließend den Unterschied zwischen Kalligrafie und Lettering erklärt – ein Kalligraf schreibt, ein Letterer zeichnet – verabschiedet sie sich mit dem Aufruf „go forth and be nerdy“. Vielen Dank Jessica, wir werden unser Bestes geben!

Mehr über Jessicas Vortrag gibt es in Pauls Beitrag auf dem offiziellen TYPO Blog zu lesen. Mehr von ihrer quirligen Art gibt es auch bei Twitter.