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Italy goes type

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In early May, the very first international type conference in Italy took place: “Kerning”. The conference’s Twitter hashtag is #keming. Got it? Kerning means adjusting the spacing between characters, to achieve a visually pleasing result. In a well-kerned font, the spaces between each pair of characters should appear of similar size. This is not always the case – and a big issue in web font technology. The Kerning conference showed that more and more web people speak about typography and that more and more typographers speak about web technology.

Then and now

The usage of different monitors, browsers and mobile devices of all sorts is tremendously increasing. Consequently, type designers, type foundries and type conferences focus more and more on technology: It’s no longer done with the “pure” design of pleasant letters.

A small and devoted audience came to the beautiful city of Faenza, near Bologna (famous for it’s ceramics culture). Keynote speaker Luc(as) de Groot gave “a brief introduction” to the history of font technology, including the basics of kerning and hinting — “Then and Now” (530 slides in 50 minutes). Just one figure: Adobe fonts in the 80's contained a standard of 115 kerning pairs, de Groot’s Calibri Light in Windows 8 contains around half a million kerning pairs. He himself is the best example for a type designer gone web fonts specialist, redesigning and hinting his fonts for customers and their devices over and over again, if necessary.

Type and content

Interestingly enough, parallel to all the microtechnological details, the question of content and it’s connection to type is becoming stronger. Swiss type designer Nina Stössinger pointed out that “letters are not illustrations” and that “reading is not looking”, which comes as no surprise. But it’s essential – e.g. in corporate and service design, to keep in mind “typography can show the skeleton of a text, the structure”, and that “ease of reading has a direct result on being motivated to deal with the content.” 

In short: With the fonts they choose, designers make a piece of text accessible – a flyer, a service, a magazine or a website’s content. Or they don’t. It’s as simple as that. 

“Content and structure should be connected”, says Stössinger, and good fonts are a requirement for that: “I love kerning!” Here is her connection to the fact that “typography is a fiddly craft. It’s a very beautiful fiddly craft, but still, it is a fiddly craft... It needs watchers.”

Watch out for more and stay in touch: Kerning newsletter. Follow @kerningconf on Twitter.

Relevante Dinge: 3 Fragen an Oliver Schmidthals

Oliver ist Germanist und Gleitschirmflieger und langjähriger Partner bei Edenspiekermann. Ich besuche ihn in seinem Büro, Tür zu, hinsetzen, loslegen. Er weiß nicht was ihn erwartet. Kuckt ruhig und gespannt. Lust auf 3 Fragen? „Ja klar!“

1. Oliver, was ist dir das Wichtigste bei deiner Arbeit?

„Auf mich persönlich bezogen oder Edenspiekermann? Dass wir unsere Auftraggeber erfolgreicher machen, oder: ihnen dabei helfen, erfolgreicher zu werden. Dass wir über relevante Dinge mit ihnen reden. Bei meiner persönlichen Arbeit ist mir wichtig, dass ich dazu beitragen kann, dass wir hier eine gute Arbeitsatmosphäre haben. Soweit einem das eben gelingt (lacht).“

Er spricht übrigens wirklich so. Druckreif. Alles O-Ton.

2. Und was ist dir dabei das Unwichtigste?

Er lacht wieder.
Verfällt in eine Art Denkerhaltung.
Denkt sehr lange nach.
Ganz ruhig, Hände gefaltet.
„Das ist eine schwierige Frage.“

Lacht wieder.
Überlegt weiter.
„Das kann ich jetzt gar nicht so sagen.“

Er überlegt weiter.
Völlig unangestrengt.
Ich bin leicht besorgt.
Er kuckt ganz entspannt.

„Das kann ich jetzt gar nicht so sagen, was ist mir das Unwichtigste...“ Ich schwäche ab auf das Nebensächlichste, oder vielleicht das Störendste? Er lässt sich nicht beirren: „Wenn man keine Antwort weiß, ist es erstmal eine gute Frage.“ Pause.

„Auch das mit dem nebensächlichsten ist schwer zu sagen. Aber was ,störend‘ ist, sind die vielen Egos, und wenn sie zu stark werden. Sowohl intern als auch bei unseren Auftraggebern; das gilt eigentlich für alle.“ Pause.

„Aber ,das Unwichtigste‘ ... da muss ich selber noch mal kurz nachdenken ...“
Kurze Pause, kleiner Ruck:

„Weiß ich jetzt nicht, nächste Frage.“

3. Wo bist du am liebsten, wenn du nicht im Büro bist?

„In der Luft.“

(Großes, herzliches Lachen.)

Huch. Fertig. Das war ja kurz. Mein kürzestes 3-Fragen-Interview jemals. Und das ruhigste. Er sitzt schweigend da, lächelt, denkt weiter nach.

Ich auch.

Lieben Dank, Oliver!

Oliver Inder Luft

PS:
Wir sprechen dann doch weiter. Was ist das Schönste am Gleitschirmfliegen? „Ehrlich gesagt, dass man alles alleine entscheiden muss. Und dieses ungeheure Gefühl, dass man sich im dreidimensionalen Raum bewegt. Wenn man es genau betrachtet, ist man dabei ja ziemlich allein. Und das Arbeiten mit dem Wind und der Luft, das sind ziemlich schöne Dinge.“

PPS:
Oliver arbeitet gern auch mit Worten. Während seines Germanistikstudiums hat er eine Literaturzeitschrift gegründet und Bücher herausgegeben, „um diskriminierten Menschengruppen ein Sprachrohr zu geben. Aus diesen Zusammenhängen heraus haben wir Literatur gemacht.“ Seit neuestem führt Oliver zusammen mit seiner Frau einen Literaturzirkel.

PPPS:
Die berühmte Frage nach den drei Lieblingsbüchern drängt sich auf: „Ja, es gibt ein Buch – das ich allerdings schon vor längerer Zeit gelesen habe: ,Die drei traurigen Tiger‘. Von einem Kubaner, Guillermo Cabrera Infante.“ Und warum? „Weil es diese witzig-melancholische Grundstimmung hat. Da sind unglaublich witzige Szenen drin, da habe ich Tränen gelacht. Gleichzeitig ist es natürlich traurig für diese drei Typen, in den engen Möglichkeiten, in denen sie sich bewegen.“

„Aber das Interessante an Büchern ist ja immer, dass sie ihre Zeit im Leben haben.“ In diesem Sinne sei Salingers „Franny und Zooey“ ein weiteres Lieblingsbuch gewesen, „viel besser als ,Der Fänger im Roggen‘.“ Und er mag John Irving, wegen der „sehr berührenden Begegnungen zwischen Menschen. Und der Humor: nicht so platt, nicht so aufgeschreckt – sondern der schwingt eben immer so mit.“

Foto: privat

Rethinking Design: das Buch

In ihrem Buch „Durch die Decke denken“ stellen der Managementberater Dr. Juergen Erbeldinger und der brand eins-Journalist Thomas Ramge „Design Thinking in der Praxis“ vor. Auf den ersten Blick (Inhalt, Gestaltung, Textprobe): Das hat Potential zum Standardwerk.

Erik Spiekermann hat den Text in Form gebracht und in Zusammenarbeit mit Paul Woods illustriert.

Paul-the-Illustrator arbeitet bei Edenspiekermann auch als Paul-the-Designer und Paul-the-Blogger (mit seinem allerersten Post hat er gleich sämtliche Rekorde gebrochen: über 600 FB-Likes, über 1.300 Tweets).

Projekt

„Design Thinking ist viel älter als der Hype, nur der Name ist neu“: Im Vorfeld der Zusammenarbeit wurde Erik von Thomas Ramge ausführlich befragt. Hier das vollständige Interview im Wortlaut.

Im Buch kommen neben Erik Spiekermann zu Wort: Andreas Erbe, Gründer der Design-Thinking-Agentur Launchlabs Switzerland; Katharina Berger, Head of Design Thinking bei der Deutschen Bank; und Dr. Michael Meyer, VP Clinical Products bei Siemens. Sie sprechen über „Ideationen“ (englisch ideation, neulateinisch ideatus = einer Idee entsprechend) im Design Thinking: Bedürfnis, Spaß, Geschwindigkeit und Ergebnis.

Bei Edenspiekermann machen wir uns darüber schon länger Gedanken – Is Service Design the new marketing? (EN) / Say it with a picto (DE + EN) / Welcome, wonder weapon! (EN) / Service Dingens (DE) und betreuen diverse Service-Design-Projekte für unsere Auftraggeber, hier ein Beispiel: Sharing is caring, für Volkswagen.

Bitte nutzen Sie weiterführend auch unseren Tag (englisch tag = Markierungselement zur Strukturierung von Dokumenten) Service Design ...

Titel Ausschnitt

Fotos: sk / Edenspiekermann

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