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ESPI und der Tagesspiegel

ESPI und der Tagesspiegel

Wir und das Buchstabenmuseum zusammen in einem Artikel im Tagesspiegel – Dank an Bernd Matthies (Text) und Mike Wolff (Bild) für den netten Besuch bei uns, in ihrem ehemaligen Verlagsgebäude. Zur allseitigen Freude konnten wir die riesigen TAGESSPIEGEL-Buchstaben (zwei komplette Schriftzüge) retten, die jahrzehntelang weithin sichtbar am Turm des Gebäudes Potsdamer Straße 83 prangten.

Die Versalien sind mit ihrer Höhe von 1,53 m deutlich kleiner als ich – und nicht allzu groß für gebaute Buchstaben an so exponierter Stelle. Doch ihr Gewicht und die Tatsache, dass sie in jeweils mindestens drei Teile zerlegt waren, machten uns zu schaffen. Manche Serife war zur leichteren Demontage abgefräst worden. Nicht jede E-Rückseite, zum Beispiel, passte zu jeder Front, sondern nur jeweils genau eine. Und Der Tagesspiegel hat jede Menge „E“s. Wir haben (zunächst im Keller) alles säuberlich sortiert und zugeordnet: Gewichtheben und Puzzle in einem. Wir haben die Buchstaben (in tagelanger Kleinarbeit) putzen lassen und selbst den Anfang gemacht, als der Tagesspiegel zu Besuch kam.

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Letter-102 Luc(as) de Groot, Barbara Dechant und Sonja Knecht bei der Buchstabenpflege. Was tut man nicht alles …

Letter-103 Im Hintergrund Bernd Matthies vom Tagespiegel, selber bestens mit dem Gebäude vertraut, der sich der Buchstabengeschichte annahm (Fotos Mike Wolff).

ESPI, die Kurzform von Edenspiekermann, bleibt bei ESPI im 6. OG des Gebäudes. Den Rest des einen Schriftzuges (DARGELEGTES) übernimmt Luc(as) de Groot, der andere Schriftzug geht komplett an das Buchstabenmusum Berlin (gestiftet von Erik Spiekermann höchstpersönlich). Dort wird DER TAGESSPIEGEL wie viele andere legendäre Logo-Schriftzüge, die wir aus dem Berliner Stadtbild kennen, liebevoll aufbewahrt, dokumentiert und der Öffentlichkeit (wieder) zugänglich gemacht. Das Buchstabenmuseum hat just am neuen Standort in der Holzmarktstraße 66 eröffnet.

An der Rettungsaktion im Juni waren beteiligt: Barbara Dechant vom Buchstabenmuseum Berlin, Luc(as) de Groot von LucasFonts,
Till Kaposty-Bliss, Das Magazin und Sonja Knecht von Edenspiekermann. Fotos davon im Album „Tagesspiegel retten“ auf Facebook.

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